Mir bleibt immer weniger Geld zum Leben. Warum?

Text von Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin
für Frauen und Öffentlichen Dienst

Sie haben das sicher auch schon bemerkt: alles wird teurer. Ständig wird uns versichert, dass das nicht so ist. Alles Einbildung also? Was Wahres ist schon dran, an der gefühlten Inflation, die mit der tatsächlichen meist nicht übereinstimmt. Was die Politik unternimmt, damit wir auskommen mit dem Einkommen, lesen Sie hier.

Warum können zunehmend weniger Frauen (und auch Männer) von ihrem Einkommen leben?

So wie die Preise aufgrund der Inflation jedes Jahr steigen, gibt es auch Lohnanpassungen. Immer mehr Menschen haben aber das Gefühl, dass es ihnen schwerer fällt als früher, mit dem Einkommen auszukommen. Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren wichtige Schritte gesetzt, um dem entgegenzuwirken. Nicht zuletzt mit der bedarfsorientierten Mindestsicherung und vielen Maßnahmen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik.

Gerade die Arbeitsmarktpolitik ist für Frauen ein ganz zentraler Schlüssel zur Vermeidung von Armut. Deswegen ist es besonders wichtig, dass hier viele Maßnahmen speziell für Frauen angeboten werden. Auf Seiten der Lohnpolitik haben die Sozialpartner (Arbeiterkammer, Gewerkschaft, Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer) erreicht, dass es mittlerweile einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.000 Euro gibt, in vielen Branchen bereits von 1.300 Euro.

Der nächste Schritt muss nun sein, hier überall nachzuziehen und dann den Mindestlohn auf 1.500 Euro anzuheben, um mit den steigenden Kosten des täglichen Lebens Schritt halten zu können. Zudem ist es gerade für Frauen ganz wichtig, dass es genügend Kinderbetreuungseinrichtungen gibt, die auch mit einer (Vollzeit-)Erwerbstätigkeit vereinbar sind. Denn ein Vollzeit-Job ist noch immer die beste Absicherung gegen Armut.

Wie sich Teilzeit und Berufsunterbrechung auswirken können, sehen Sie hier.

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