In alter Frische …

Mit 45 zu alt für den Job. – Titelte die SN am Montag, 15.7.2013.

Und wieder einmal sind hauptsächlich Frauen davon betroffen.
Anstatt das Potenzial zu nutzen, werden Programme entwickelt,
um Menschen über 45 wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Viel besser wäre doch, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.
Es ist hoch an der Zeit, anstelle von Programmen zur Reintegration
eine Personal- und Unternehmenspolitik zu forcieren, die Frauen
und Männer ab 45 im Arbeitsmarkt hält.

Denn der demografische Wandel, der sich in Zukunft noch verstärkt,
macht auch vor den Unternehmen nicht halt. Ältere Menschen werden
in den nächsten Jahren immer länger im Erwerbsleben bleiben,
da zu wenig junge Menschen nachkommen.

Und nicht immer kehren neue Besen gut. Beispielsweise geht wertvolles
Wissen verloren, wenn ältere Arbeiternehmer/innen frühzeitig
aus einem Unternehmen ausgestiegen werden.

„Produktivität ist nicht vom Alter abhängig, sondern von der Organisation der Tätigkeit.“
Prof. Juhani Ilmarinen, Mitgestalter des finnischen Nationalprogramms für ältere Arbeitnehmer/innen

(Quelle: Broschüre WKO „Ältere Arbeitnehmer, das Herzstück im Unternehmen.“)