Die Alten werden immer jünger

Die Arbeitslosenquote steigt, der Arbeitsmarkt verändert sich, immer mehr ältere Menschen finden keine Arbeit. Das liegt laut neuesten Erhebungen nicht etwa daran, dass die Arbeitslosenquote der über 50-Jährigen gestiegen ist – es liegt am demografischen Wandel. Was wiederum heißt, dass der Anteil der Menschen über 50 Jahren an den Arbeitslosen höher ist.

Die Gesellschaft überaltert, das ist nichts Neues. Neu ist, dass älter sein bereits mit 45 beginnt. Also nach heutiger Lebenserwartung in der „Blüte“ des Lebens, in der Lebensmitte. Ziemlich grotesk, oder? Manche Frauen werden in diesem Alter erstmals Mutter, fangen beruflich noch einmal neu an oder haben ihr Karriereziel eben erreicht.

Lifestylemagazine titeln gar, dass Frauen mit 50 (für den Arbeitsmarkt bereits ein Dinosaurier) in der Blüte ihres Lebens stehen und sich so jung fühlen wie nie. Wenn ihnen allerdings die Lebensgrundlage, nämlich eine existenzsicherende Arbeit, entzogen wird, ist es mit der Blüte schnell vorbei. Denn ohne Geld und Aussicht auf einen neuen Job lebt es sich gleich nicht mehr so schön.

Die Definition von Alter in unserer Gesellschaft und der Umgang damit sollte uns  jedenfalls nachdenklich stimmen. Wir sind zwar mit 45 bereits zu alt für den Arbeitsmarkt, nach Anhebung des Frauenpensionsalters müssen wir uns aber noch 20 Jahre auf diesem Arbeitsmarkt halten. Die Frage ist nur: wie?