In Pension mit 65?

Die ÖVP möchte eine frühere Erhöhung des Frauenpensions-alters von 60 auf 65 Jahre durchsetzen, mit dem Argument: Frauen würden weniger Pension erhalten, weil sie früher in Pension gehen.

Interessanter Ansatz. Nur ist das so nicht richtig.

Gründe, warum Frauen weniger Pension erhalten als Männer gibt es einige:

  • Frauen werden im Durchschnitt schlechter bezahlt als Männer
  • Frauen haben Berufsunterbrechungen, weil sie Kinder großziehen
  • Frauen arbeiten nach der Geburt ihrer Kinder vielfach Teilzeit
  • Frauen fehlen nach einer Trennung/Scheidung oftmals Versicherungszeiten

Mit 65 sind die Weichen für die Frauen bereits gestellt: entscheidend ist die Erwerbsbiografie vor dem 65. Geburtstag. Und 5 Jahre – ganz ehrlich – was soll da noch viel passieren, wenn nicht bereits in den Jahren des Berufslebens der Grundstein für eine ausreichende Pensionszahlung gelegt wurde?

Unser Rat an Sie: Frühzeitig an die Pension denken! Und zwar in jedem Fall, auch wenn Sie zugunsten Ihres Partners auf eine Erwerbstätigkeit verzichten, sollten Sie möglichst alterntive Vorsorge treffen. Denn eine Ehe ist kein lebenslanges Versorgungsmodell.

4 Gedanken zu „In Pension mit 65?

  1. Hallo liebes Team von „Frau und Arbeit“ !

    Ich bin seit über einem Jahr als Fitness-Trainerin mit Pilates und Zumba selbständig und stehe nun in den Startlöchern zur Eröffnung eines eigenen Studios im September 2013. Da ich eine „neue Selbständige“ bin, ist die Kammer für mich nicht zuständig. Ich würde mir eine Anlaufstelle wünschen, die für meine Fragen da ist, ein Gründerservice für Frauen, das mir gerade am Anfang weiterhelfen kann.

    • Liebe Frau Leobacher,

      es gab bis vor 2 Jahren von Frau & Arbeit auch ein Angebot für Gründerinnen und Jungunternehmerinnen. Seit 2011 bemühen wir uns um eine Finanzierung für diesen wichtigen Bereich. Leider haben wir bis heute kein Budget dafür erhalten. Zahlreiche Anfragen von Frauen, die gründen wollen oder bereits gegründet haben, bestätigen uns, dass eine frauenspezifische Beratung auch im Gründungsbereich erwünscht und dringend notwendig ist. Vielleicht sieht das die neue Regierung ja auch so?

  2. Liebe Frauen,

    ich bin eine 50+ Frau, habe gerade aus tiefer innerer Überzeugung meinen Leitungsjob an den Nagel gehängt und möchte mich selbständig machen (Ausbildung Dipl.Behindertenpädagogin, systemische Supervisorin und Coach) Außerdem bin ich seit kurzem eine „späte Studentin“ und mache den Master für Organisationsberatung und Organisationsentwicklung in Vorarlberg.
    Ich wohne in Salzburg und würde gerne „netzwerken“, da ich als gebürtige Oberösterreicherin auch mein gutes Frauennetzwerk ein Stück zurücklassen musste.

    Herzliche Grüße
    Roswitha Riccabona
    Tel. 0664 – 13 59 122

  3. Ich bin mit 60 (in 6 Jahren) 25 Jahre selbstständig (als EPU, da zählt jedes Jahr doppelt …) und 41 Jahre berufstätig. Das reicht vollkommen, finde ich! Leider sieht meine „Interessenvertretung“ (WK) das anders und plädiert auch für die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters. Wobei: Selbstständige können sowieso so lange arbeiten, wie sie wollen! Dass Frauen dadurch mehr Pension bekommen, ist schlichte Augenauswischerei! Denn: Wenn wir ein paar Jahre länger arbeiten, erhöht sich die Durchrechnungszeit, d. h. die schlechteren Verdienstzeiten bekommen mehr Gewicht! Und: Arbeitslose Frauen sind länger in der Arbeitslose/Notstand und bekommen deshalb weniger statt mehr Pension! Die ÖVP und die WK will uns Frauen hier ein X für ein U vormachen!

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