In Pension mit 65?

Die ÖVP möchte eine frühere Erhöhung des Frauenpensions-alters von 60 auf 65 Jahre durchsetzen, mit dem Argument: Frauen würden weniger Pension erhalten, weil sie früher in Pension gehen.

Interessanter Ansatz. Nur ist das so nicht richtig.

Gründe, warum Frauen weniger Pension erhalten als Männer gibt es einige:

  • Frauen werden im Durchschnitt schlechter bezahlt als Männer
  • Frauen haben Berufsunterbrechungen, weil sie Kinder großziehen
  • Frauen arbeiten nach der Geburt ihrer Kinder vielfach Teilzeit
  • Frauen fehlen nach einer Trennung/Scheidung oftmals Versicherungszeiten

Mit 65 sind die Weichen für die Frauen bereits gestellt: entscheidend ist die Erwerbsbiografie vor dem 65. Geburtstag. Und 5 Jahre – ganz ehrlich – was soll da noch viel passieren, wenn nicht bereits in den Jahren des Berufslebens der Grundstein für eine ausreichende Pensionszahlung gelegt wurde?

Unser Rat an Sie: Frühzeitig an die Pension denken! Und zwar in jedem Fall, auch wenn Sie zugunsten Ihres Partners auf eine Erwerbstätigkeit verzichten, sollten Sie möglichst alterntive Vorsorge treffen. Denn eine Ehe ist kein lebenslanges Versorgungsmodell.

Gesund und munter

Antworten von Karin Beer, Gesundheitsreferentin AK Salzburg

Den demografischen Wandel können wir nicht aufhalten; und alt werden wir auch alle – zwangsläufig. Wollen wir im Alter buchstäblich nicht mit leeren Händen dastehen, sind Veränderungen erforderlich: von Seiten der Wirtschaft, der Politik und den Arbeitnehmer/innen.

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In alter Frische …

Mit 45 zu alt für den Job. – Titelte die SN am Montag, 15.7.2013.

Und wieder einmal sind hauptsächlich Frauen davon betroffen.
Anstatt das Potenzial zu nutzen, werden Programme entwickelt,
um Menschen über 45 wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Viel besser wäre doch, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.
Es ist hoch an der Zeit, anstelle von Programmen zur Reintegration
eine Personal- und Unternehmenspolitik zu forcieren, die Frauen
und Männer ab 45 im Arbeitsmarkt hält.

Denn der demografische Wandel, der sich in Zukunft noch verstärkt,
macht auch vor den Unternehmen nicht halt. Ältere Menschen werden
in den nächsten Jahren immer länger im Erwerbsleben bleiben,
da zu wenig junge Menschen nachkommen.

Und nicht immer kehren neue Besen gut. Beispielsweise geht wertvolles
Wissen verloren, wenn ältere Arbeiternehmer/innen frühzeitig
aus einem Unternehmen ausgestiegen werden.

„Produktivität ist nicht vom Alter abhängig, sondern von der Organisation der Tätigkeit.“
Prof. Juhani Ilmarinen, Mitgestalter des finnischen Nationalprogramms für ältere Arbeitnehmer/innen

(Quelle: Broschüre WKO „Ältere Arbeitnehmer, das Herzstück im Unternehmen.“)

 

Was ist schon gerecht?

Antworten von Mag. Hans Holzinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen

Dike, die griechische Göttin der Gerechtigkeit hätte alle Hände voll zu tun. Denn von gerecht ist die derzeitige Situation weit entfernt: die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Die soziale Verteilung muss sich also verändern – damit die Lebenszufriedenheit auch in Österreich wieder steigt. Aber wie?

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Ohne Fleiß kein Preis?

Antworten von Drin phil. Birgit Buchinger, Sozialwissenschafterin und Organisationsentwicklerin

Viele Frauen und Männer arbeiten buchstäblich bis zum Umfallen, haben zwei oder mehr Jobs – sind also über die Maßen fleißig. Einen angemessenen Preis bekommen sie dafür nicht. Und auf Dauer macht sie das krank. Weniger arbeiten wäre manchmal gesünder und freudvoller. Doch wie ließe sich das realisieren?

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Sind wir noch zu retten?

Antworten von Drin phil. Birgit Buchinger, Sozialwissenschafterin und Organisationsentwicklerin

Was wäre wenn? Wenn alle Frauen für einen Tag die Arbeit niederlegen würden. Und zwar wirklich alle. Einfach so. Dann würde sich zeigen, dass die Arbeit von Frauen einen enormen Wert hat – der sich endlich auch in der Entlohnung widerspiegeln muss. 

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