Drum prüfe, wer sich ewig bindet!

Antworten von Maga Romana Rotschopf, Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte Land Salzburg.

Mehr Aktualität denn je hat dieser Teil der Ballade von Friedrich Schiller. Denn Frauen reden zwar über Gleichberechtigung und darüber, dass auch Männer ihren Anteil am Familienleben übernehmen sollen. In der Praxis ist das nicht so; und das wirkt sich negativ auf die Lebensplanung der Frauen aus.

Sie engagieren sich schon lange dafür, dass Frauen und Männer die gleichen Lebens-Chancen haben. Wie sieht Ihre Zukunftsvision hinsichtlich Gleichstellung aus?

Durchgängig gleich und normal – und zwar von der Wiege bis zur Bahre: dass nicht mehr darüber gesprochen werden muss, es schlichtweg kein Thema mehr ist. Keine rosa und blauen Schnuller, keine Puppenecke vs. Bauecke. Jede/r soll ihre/seine persönlichen Interessen und Fähigkeiten entwickeln können, frei von jeglicher Sozialisierung in Rollenbildern.

Was kann die Politik tun?

Ausgeprägtes Genderbudgeting, was heißt, dass im Fokus von Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern überlegt wird, wofür welche Gelder bewilligt werden. Außerdem sollten die Verantwortlichen nur solche Politikerinnen und Politiker in Position bringen, die ein ausgeprägtes Problembewusstsein haben und für die Gleichstellung arbeiten möchten.

Was kann die Gesellschaft tun?

Mit offenen Augen die Ungleichbehandlung wahrnehmen und dagegen etwas unternehmen. Nicht in Resignation verfallen und alles hinnehmen, nach dem Motto: Es ist, wie es ist.

Was jede/r Einzelne?

Wissen, wollen, können: Beteiligung, zum Beispiel im Blog von Frau & Arbeit

Gibt es einen Rat, den Sie jeder Frau geben möchten?

Sich informieren: wie sieht die Gehaltsarchitektur im Unternehmen aus – dann erst in Gehaltsverhandlungen eintreten. Keine Männer heiraten, die nicht bereit sind, ihren Anteil am Familienleben zu leisten.

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